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Monat August

Wanderungen zur Heideblüte
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Meinweg
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Wacholderheide und
Schwalmbruch


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Monat August - der Name, die Geschichte, Natur

Der August (Ernting, Erntemonat, Ährenmonat, Sichelmonat) ist der achte Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender.

Natur im August

Er hat 31 Tage und wurde im Jahre 8 v. Chr. nach dem römischen Kaiser Augustus benannt, da er in diesem Monat sein erstes Konsulat angetreten hat. Im römischen Kalender war der August ursprünglich der sechste Monat und hatte vor seiner Umbenennung den Namen Sextilis. Im Jahr 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn allerdings auf den 1. Januar verlegt. - Der Sextil hatte ursprünglich 29 Tage und bekam durch Julius Caesars Reform 30.  Um ihm nach der Umbenennung die gleiche Länge zu geben wie dem nach Caesar benannten Juli erhielt er dabei einen 31. Tag auf Kosten des Februar.

Die Reihenfolge der Tageslängen der folgenden Monate September, Oktober, November und Dezember (31 und 30 Tage) wurde umgekehrt, da andernfalls drei Monate (Juli bis September) mit je 31 Tagen unmittelbar aufeinander gefolgt wären. –

August ist auch ein männlicher Vorname, jedoch wird dieser im Gegensatz zum Monatsnamen auf der ersten Silbe betont.  Namenstag 28.8. Der Name August wird auch schon mal als Spitzname verwendet (dummer August).

Sternenhimmel:
Laurentiustränen Perseiden am südöstlichen Firmament. -
Einen wahren Sternschnuppenstrom kann man zwischen dem 10. und 14. August beobachten. Idealer Beobachtungspunkt ist dafür ein freies Feld ohne störenden Lichteinfluß. Dieser Sternenstaub scheint aus dem Sternbild Perseus zu kommen, daher auch der Name Perseiden. -

Der Namenstag des Hl. Laurentius ist der 10. August, Grund für den Volksmund den Meteoritenstrom schon seit dem späten Mittelalter Tränen des Laurentius zu nennen. Zwischen 22:00 Uhr und 04:00 Uhr kann man bis zum 14. August dieses beeindruckende Schauspiel beobachten. Und nicht vergessen: Wünsche denken!!!   

Wacholderheide-Panorama

Lange ging die Wacholderheide zurück, die alten Stämme verholzten, neue kamen nicht nach. Doch seit einigen Jahren verjüngt sich der Bestand wieder: Der Gemeine Wacholder, im engeren Sinne auch Heide-Wacholder genannt, ist ein aufrecht wachsendes Gehölz von mehr oder weniger säulenförmigem Aussehen. Besonders beliebt sind die Beeren bei den Drosselarten. Die Schafbeweidung hat die Ausbreitung des Wacholders sehr gefördert da die stacheligen Triebe von Schafen nicht gefressen, dafür aber die konkurrierenden Pflanzen kurz gehalten wurden. Die heutigen - wenigen - Wacholderbestände lassen auf die ehemalige Weidewirtschaft schließen. Die Wacholderheide am Nordrand des Elmpter Bruches ist die einizige ihrer Art am linken Niederrhein. Wacholderbeeren können wegen ihres hohen Zuckergehaltes vergoren werden. Besonders beliebt sind die aus ihnen gewonnenen Schnäpse: Genever, Gin, Wacholderschnaps etc.
Wacholder-jung
Der junge Wacholder breitet sich seit einigen Jahren erfreulicherweise nunmehr auch am Nordrand der Heide aus.

Reichlich Natur - Die Heideblüte und vieles am Rande:
Heideblüte im Boschbeektal Niederkrüchten

Ab der dritten Augustwoche blüht bei uns am Niederrhein und im Münsterland die Heide, im Norden (Lüneburger Heide) etwas später. Ausgedehnte Heideflächen findet der Wanderer in Niederkrüchten und Umgebung in der Wacholderheide (Elmpter Schwalmbruch), im Boschbeektal (ab Wanderparkplatz Hillenkamp, Niederkrüchten-Elmpt) und im Naturpark Meinweg (NL) mit dem Fahrrad ca. 5 km von Oberkrüchten entfernt.

Selten zu sehen ist  am Meinweg die

Kreuzotter
Kreuzotter

dennoch ist sie in diesen Sommermonaten gefährdet. Besonders Radfahrer fahren über sie hinweg und töten sie so. Die Kreuzotter muß als wechselwarmes Reptil ihre Energie per Sonnenlicht tanken. Darum liegt sie oft auf sandigen Wegen. Die wichtigsten Wege rund um das Elfenmeer sind daher im Sommer für Radfahrer gesperrt. Bitte halten Sie sich daran. - 

In unserer Kulturlandschaft bestimmen weitgehend Produktionsflächen das Bild. Doch nicht alle Pflanzen und Tiere beugen sich nur dem Flächenanspruch, viele profitieren sogar davon. Der Hamster hamstert Getreidekörner, Graureiher fangen Mäuse in der Flur und Kreuzspinnen nutzen die Strukturen zum Netzbau: Natur und Kultur schließen sich nicht aus.

Die Hundstage bringen Hitze, die sich wie eine Glocke auf die Landschaft legt und sie aussehen lässt, als halte sie den Atem an. Die Getreidefelder sind abgeerntet, die Stoppelfächen glänzen noch wenige Tage goldgelb in der Sonne, bis der Pflug seine dunklen Furchen zieht. Nur die Maisfelder bringen noch Grün in die Landschaft, begleitet von einer neuen, ungewöhnlichen Farbe: Wo Felder aus der Nutzung genommen werden, wird häufig das Büschelschön (Phacelia) angepflanzt, z. B. an der Nord-Süd-Umgehung Niederkrüchtens. Die blauvioletten Flächen dieser kalifornischen Blume leuchten weithin und entpuppen sich als Bienenweide. Häufiger sind auch Sonnenblumenfelder zu sehen, die als ölreiches Tierfutter gerade eine willkommene Wiedergeburt erleben.  „Ist der August im Anfang heiß, wird der Winter streng und weiß“ prophezeit der Bauernkalender.

Brombeeren

Vorräte sammeln -
In der Nähe von Luzernefeldern lebt er besonders gern, der Feldhamster. In den Morgen- und Abendstunden eilt er auf kurzen Beinen über den Boden zum nächsten Getreidefeld. Dort hält er geschickt mit den Vorderpfoten Getreideähren festhaltend benagt sie und stopft sich die Körner in die geräumigen Backentaschen. Manchmal klettert das Tier, das etwa zehnmal so schwer ist wie eine Feldmaus, sogar auf Sonnenblumen oder Maispflanzen und plündert die Fruchtstände. Seine Vorräte legt der Hamster unterirdisch an, sein Vorratsspeicher liegt oft zwei Meter tief im Boden. Sicherer Hinweis auf ein Hamstervorkommen sind zahlreiche abgebissene Getreidehalme und leere Ähren. Legt man sich dort auf die Lauer, hat man mit guter Wahrscheinlichkeit ein Hamstererlebnis. Zur Erntezeit ist das Tier wenig scheu und kehrt auch tagsüber zu bewährten Sammelplätzen häufiger zurück.   

Kreuzspinne
Kreuzspinne

Kunst aus Seide -
Nach Sonnenuntergang zaubert die Kreuzspinne ein Kunstwerk an Präzision und Schönheit, das Radnetz, dessen Fäden aus farblosem Eiweiß nur 0,008 mm dick, aber erstaunlich reißfest sind. Das Spinnenweibchen beginnt zunächst mit der Aufhängung, einem waagerechten Faden zwischen zwei Haltepunkten. Von der Mitte des Brückenfadens führt sie wenig später ein straffes Spannseil nach unten und befestigt es dort. Dann baut sie einen vieleckigen Rahmen, der sorgfältig an Pflanzen vertäut wird. Im nächsten Bauabschnitt flicht die Spinne vom Rand her Speichen ein, die wie bei einem Rad dem Gebilde Stabilität verleihen. Sind etwa 18 bis 20 Speichen eingezogen, baut sich der Achtbeiner eine Hilfsspirale. Sie ist so etwas wie ein Schnittmuster der späteren Fangspirale, die sie mit Klebetröpfchen versieht. Schon während der Arbeit an der Fangspirale nimmt sie die Hilfskonstruktion an und frisst sie auf. Im Zentrum bleibt eine Fläche frei von Klebstoff. Sie dient der Spinne später als „Horchzentrum“. Kopfüber sitzt sie dort, ihre acht Beine liegen auf den Fäden und registrieren jede Erschütterung. 

Eberesche
Eberesche-Fruchtstand

Am süclichen Rand der Wacholderheide vielfach zu sehen: Die Eberesche, fälschlich Vogelbeere genannt. Von unseren Vorfahren wrude sie oftmals geschneitelt und als Viehfutter verwandt. Die Früchte werden besonders von Drosseln, Staren und den im Winter bei uns zu beobachtenden Seidenschwänzen geschätzt. Die Früchte schmecken uns herb säuerlich, leicht bitter. Sie zeichnen sich durch einen hohen Zucker- und Vitamingehalt aus.

Stich ins Mark -
Auch Marienkäfer leben gefährlich. Die Blattlausjäger werden mitunter selbst zur Beute. Zwar schützt sie ein übelriechendes, bei Gefahr abgesondertes Sekret gegen Vogelfraß. Aber es wirkt nicht gegen die kleine Brackwespe. Dieser Hautflügler lähmt Käfer mit einem Stich ins Nervenzentrum und legt ein Ei in deren Körper. Die Larve frisst an den Innereien. Diese Lebensweise ist selbst für parasitische Insekten ungewöhnlich, belegen sie doch meist die Larven ihrer Wirte. Um das ungewöhnliche Schauspiel zu erleben, sollte man eine Blattlauskolonie, etwa an Gartenrosen, mit der Lupe längere Zeit beobachten. Dann offenbart sich bald eine ganze Nahrungskette: Pflanze-Blattlaus-Marienkäfer und Brackwespe als dessen Feind.  -   

Pionier im Teich
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Noch ist der neu angelegte Tümpel recht spärlich bewachsen. Nur das Ufer ziert ein dünner grüner Kranz aus Wasserpflanzen. Darunter eine merkwürdige Pionierpflanze, der Igelkolben. Auf den verzweigten Sproß bilden die männlichen und weiblichen Blüten kugelige Kolben. Die kleineren männlichen sind recht unscheinbar, die weiblichen bilden die stachelige Frucht aus., die der Pflanze den Namen gab. Als Schlammwurzler kann der Igelkolben Wassertiefen bis zu einem halben Meter ertragen, die Besiedlung tiefer Teichzonen bleibt ihm verwehrt. An das Wasserleben angepasst sind auch die Früchte. Es sind einsamige Nüsschen mit Steinkern und einem Schwimmgewebe. Rund ein Jahr kann der Samen im Wasser treiben, ohne seine Keimfähigkeit zu verlieren. Zusätzlich sorgen kleine hakige Blütenreste an den Früchten auch für eine Verbreitung durch Wasservögel. An Entenfedern kletten sich die Früchte einfach an und reisen per Flugente zum nächsten Teich.


Nicht immer nur Fisch -
Schon im Flug lässt sich der Graureiher leicht vom Weißstorch unterscheiden. Er hält seinen Hals S-förmig und nicht ausgestreckt wie Freund Adebar. Stundenlang stehen oft mehrere Graureiher auf den
Tackenbendenwiesen still, den Hals nach Reiherart wie Flitzebogen gespannt, das spitze Schnabelstilett stoßbereit. Erst gegen Abend starten sie mit einigen Sprüngen und fliegen mit langsam rudernden Flügelschlägen Richtung Borner See oder Brempter Bruch, um zur Nacht aufzubaumen. Oft ist das raue „kraick“ eines fliegenden Graureihers das letzte Geräusch vor Einbruch der Nacht.
Jungfernflug -

Die Wasserflächen der kleinen Tümpel in der Feldflur zwischen Niederkrüchten und Tetelrath sind im August schon zugewachsen. Über die Schwimmblattzone patroullieren majestätisch kräftige Insektenhubschrauber: Die Braune Mosaikjungfer sucht Plätze zum Eierlegen. Die braun schillernden Flügel vibrieren noch einmal kurz, dann landet die Libelle und beginnt gleich den langen Hinterleib zu senken und Ei um Ei in die Stengel der Wasserpflanzen zu bohren. Selbst ein Dutzend gleichzeitig legender Weibchen sind auf kleinen Tümpeln keine Seltenheit. Am liebsten fliegen sie zur heißesten Zeit zwischen Mitte Juli und Mitte August. Dann sind die Großlibellen so flink, dass die ständig sich anpirschenden Frösche das Nachsehen haben. Keine Angst vor den schnellen Fliegern, sie können nicht stechen und lassen sich geduldig aus der Nähe beobachten.  -

Schmetterlingszauber
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Noch näher lassen sich Sommerschmetterlinge am Schmetterlingsstrauch (Budleja) beobachten. Admiral, Tagpfauenauge, Distelfalter und Kleiner Fuchs werden von den nektarreichen Blüten des chinesischen Zierstrauches magisch angezogen. Für Fotografen ein lohnendes Objekt. Mit einem Makroobjektiv gelingen im Garten oft formatfüllende Portraits, denn die nektartrunkenen Falter lassen sich kaum stören. Erfahrungsgemäß zeigen die eingebauten Belichtungsmesser bei dem farbenfrohen Glanz zuviel Licht an und blenden automatisch Kameras zu weit ab. Also die Automatik ausschalten und die Blende lieber um einen halben Blendwert weiter öffnen als angezeigt. Wenn möglich auf Spotmessung umschalten und genau auf den Falter messen. Dann werden die Farben auf dem Chip leuchtend
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Autor: root -- 15.08.2015; 12:26:55 Uhr

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